Rede II

Kulturhaus Holzapfel am 2.Oktober 2010
Auszug der Eröffnungsrede von Katrin Bach (Kunsthistorikerin)
Ransome Stanley und Josephine Kaiser

Crossover

Für diese Ausstellung haben die beiden Künstler Ransome Stanley und Josephine Kaiser den Begriff „Crossover“ gewählt. Was könnte damit gemeint sein? Die Vermengung von verschiedenen Bedeutungsebenen? – Crossover heißt ja Kreuzung, Überschneidung.-Zur Begriffsklärung fand ich verschiedene Aussagen. Die schlüssigste schien mir diese zu sein: Ich zitiere eine der Begriffsklärungen aus Wikipedia, das bekanntlich keinen Anspruch auf Fehlerfreiheit hat: „Als Crossover (auf Deutsch sinngemäß „Handlungsüberschneidung“) bezeichnet man in den Medien das Auftreten zweier oder mehrere Figuren, Handlungsorte oder anderer einzigartiger Elemente aus voneinander unabhängigen Werken in einer Geschichte .“ Bezieht sich das „Crossover“, die Handlungsüberschneidung ,auf die ausgestellten Werke beider Künstler, die dadurch zu einem gemeinsamen Nenner kommen? Oder bezieht es sich auf die Werke der Künstler, die als Einzelperson ihre Werke mit anderen Genres verschmelzen?
Versuchen wir, das herauszufinden.

Josephine Kaiser
gibt uns keine Deutung ihrer Arbeiten mit auf den Weg. Auf den ersten Blick würde ich ihre Plastiken zur Pop-Art zählen: die Erinnerung an bekannte Bilder werden aufgerufen, wie die Collage von Eduardo Paolozzi mit dem Titel .“ „I was a rich man´s plaything“ aus dem Jahr 1947, zuletzt gesehen in der ”Art“ von April diesen Jahres. .Josephine Kaiser zeigt uns Pin- up Girls, wie sie früher in den Spinden amerikanischer Soldaten hingen. Die Abbildungen von Pinup-Girls zeigten meist hübsche junge Frauen in verschiedenen erotischen Posen, jedoch eher andeutend als enthüllend. Diese Bilder hatten oft romantische, sentimentale oder patriotische Aspekte. Kritisch gesehen sind Pin- up Girls aber auch Produkte einer künstlichen